Steckbrief zum Vogelschutzgebiet

6914-401 -

Bienwald und Viehstrichwiesen

Karte

Größe [ha]: 16.367

Landkreise und kreisfreie Städte:
Germersheim, Südliche Weinstraße

Verbandsgemeinden und verbandsfreie Gemeinden:
Bad Bergzabern, Hagenbach, Herxheim, Jockgrim, Kandel, Wörth am Rhein


Beschreibung:

Größter Niederungswald in Rheinland-Pfalz mit ausgedehnten Feucht- und Trockenwäldern auf moorig-sumpfigem und sandigem Substrat mit Erlen, Buchen, Eichen, Kiefern u.a. Die Ränder des Gebietes werden im Norden und Süden von feuchten Bachtälern (Erlenbach, Otterbach, Wieslauter), im Osten von der Randsenke des ehemaligen Hochgestades des Rheins begrenzt. In den Tälern und Senken herrscht Grünlandnutzung vor. Daneben existieren Sandmagerrasen und Streuobstbestände (z.B. bei Büchelberg und Jockgrim).

Das o.g. reichhaltige Mosaik seltener Biotoptypen bedingt die Bedeutung des Gebietes für eine Vielzahl seltener und gefährdeter Vogelarten (9 wertgebende Arten!). Darüber hinaus wird der Wert des Gebietes vom Vorkommen weiterer bedeutsamer Arten der Roten Liste unterstrichen. Dazu gehören u.a. die Waldschnepfe und das Schwarzkehlchen (größte Brutvorkommen im südlichen Landesteil).


Zielarten der Vogelschutzrichtlinie:

    Bekassine (Gallinago gallinago)
    Blaukehlchen (Luscinia svecica)
    Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
    Eisvogel (Alcedo atthis)
    Grauspecht (Picus canus)
    Heidelerche (Lullula arborea)
    Mittelspecht (Dendrocopos medius)
    Neuntöter (Lanius collurio)
    Rohrweihe (Circus aeruginosus)
    Rotmilan (Milvus milvus)
    Schwarzmilan (Milvus migrans)
    Schwarzspecht (Dryocopus martius)
    Wachtelkönig (Crex crex)
    Wasserralle (Rallus aquaticus)
    Weißstorch (Ciconia ciconia)
    Wendehals (Jynx torquilla)
    Wespenbussard (Pernis apivorus)
    Wiedehopf (Upupa epops)
    Wiesenpieper (Anthus pratensis)
    Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)


Erhaltungsziele:

Erhaltung oder Wiederherstellung von arten- und strukturreichen Feucht- und Nasswiesen, von Magerwiesen, Halbtrockenrasen und Streuobstwiesen, auch als Nahrungshabitat, sowie von alt- und totholzreichen, teilweise lichten Laub-Mischwäldern, auch als Brutplatz.


Links:

Datenblatt   -   Legende zum Datenblatt

FFH-Gebiet 6914-301 - Bienwaldschwemmfächer


Copyright LfU - Stand: 15.10.2010